Chronik

1908 erfolgte die Vereinsgründung zunächst unter dem Namen " Flobertschützenverein". Der von seinem dreijährigen Militärdienst heimgekehrte Philipp Baumann regte in Sandhausen die Gründung eines Schützenvereins an. Erster OSM war Heinrich Kippenhahn. Das Vereinslokal und die Schießstätte war der "Grüne Baum". Zu den ersten Mitgliedern gehörten Philipp Schütz sen., Karl Schütz sen., Heinrich Scheid und Jakob Schmitt.

Im Frühjahr 1908 wurde im Gewann der Pflege Schönau auf dem Gelände des ersten Vorstandes ein Schießstand für die Entfernung 50m Scheibengewehr errichtet. 1912 wurde der Stand auf 175m Scheibengewehr erweitert. Ab 1927 wurde auf diesem Stand auch KK Kal.22lfB geschossen. Die erforderlichen Anlagen und Sicherheitseinrichtungen erstellten die Mitglieder in Eigenarbeit.

Der Weltkrieg 1914 bis 1918 und die nachfolgende Inflation wirkte sich naturgemäß auch nachteilig auf die Entwicklung des Vereins aus. Eine spürbare Aufwärtsentwicklung mit starker Erhöhung der Mitgliederzahl setzte in den Jahren 1929-1930 ein.

1936 wurde in der verlängerten Waldstraße das zweite Schützenhaus in Angriff genommen unter der Leitung von OSM Rudolf Albrecht, Christian Schilling, Wilhelm Kippenhahn jun. und Ludwig Schmidt. Während der Kreisversammlung 1942 verstarb Ludwig Schmidt als OSM des Schützenverein 08. Der unglückliche Krieg und sein Ende brachte das Vereinsleben zum Erliegen und das Aufgebaute war zerstört. Nur durch das Eingreifen älterer, besonnener Vereinsmitglieder konnte das Schützenhaus erhalten werden.

Das Vereinsverbot durch den alliierten Kontrollrat und seine Folgen trafen auch den Schützenverein 08. Trotz Verbot fanden sich die Schützen unter dem Decknamen "Geselligkeitsverein Frohsinn" zusammen. Man begann wieder wie vor 40 Jahren im "Grünen Baum" mit dem Luftgewehr.

1950 sah man die Schützen wieder beim Bau. Unter Führung von OSM Christopf Böhler wurde der dritte Neubau in Angriff genommen. Durch das Entgegenkommen der damaligen Gemeindeverwaltung konnte die Geländefrage geklärt und mit dem Aushub begonnen werden. Am 6. Juni 1953 konnte dann OSM Theo Hambrecht und SM Karl Schütz das Schützenhaus seiner Bestimmung übergeben.

Unüberwindliche Gegensätze veranlasste eine kleine Gruppe um Christoph Böhler den Verein zu verlassen. Diese gründeten im Jahre 1953 den Jagd- und Sportschützenverein "Waidmannsheil" Sandhausen 1953 e.V. Auch dieser Verein hatte regen und erfolgreichen Schießbetrieb in der Disziplin Luftgewehr im Saal der Gaststätte "Adler" in der Waldstraße. Zum ersten OSM wurde Karl Naber gewählt.

Beim Schützenverein 08 wurde weitere drei Jahre gebaut. Alles wurde wieder in Eigenarbeit erstellt. Besonders betont werden muss hier, dass die Konstruktion und der Bau der 50m Scheibenzuganlage vom Vereinsmitglied Martin Hambrecht und seinen Helfern in uneigennütziger Weise durchgeführt wurden. Die Einweihung der KK-Schießanlage 50m erfolgte 16./17.August 1958 durch OSM Theo Hambrecht und SM Philipp Eigner. 1958 wurde erstmals auf dem Gelände auch das sportliche Bogenschießen durchgeführt.

1960 begann der Bau eines Schießstandes für Faustfeuerwaffen. 1961 wurde der Umbau der Schießhalle LG und dem Aufenthaltsraum vorgenommen. 1962 wurde der 50m KK-Stand modernisiert. Das Richtfest des Pistolenstandes war am 12.Juni 1963 und am 29. September wurde der Pistolenstand endgültig eingeweiht.

Den vorläufig letzten Meilenstein in der Baugeschichte bildete 1965 der Einbau einer kombinierten 50/100m KK-Scheibenzuganlage und der dazugehörigen Hoch- und Dachblende.
1966 erfolgten erstmalig Zusammenführungsbestrebungen beider Sandhäuser Schützenvereine. 1967 wurde eine gemischte Mannschaft beider Vereine zum Städtefernwettkampf des DSB benannt.

Die Zusammenkunft von OSM Kurt Naber und OSM Heinrich Mesemann ergab eine Einigung für eine gemeinsame Sitzung beider Vorstandschaften. Am 17. Oktober 1970 erfolgte dann eine gemeinsame Generalversammlung. Das Resultat: Auflösung beider Vereine und Gründung des Sportschützenverein 1908/53 e.V. Sandhausen. Ebenfalls im Oktober 1970 fuhren die Schützen zu einem Vergleichskampf mit der Seeländischen Matchschützenvereinigung nach Lisstal und Blei in die Schweiz. Obwohl hier der Kader der Schweizer B-Nationalmannschaft der Gegner war gelangen trotzdem große Erfolge in allen Disziplinen. Hierbei wurde auch ein Freundschaftstreffen in Niedergögsen vereinbart welches im Februar 1971 stattfand.
Am 4. April 1976 war der SSV Sandhausen/SSV St. Ilgen Ausrichter des Landesschützentages in der Festhalle in Sandhausen.

Nach Fünf Jahren Bauzeit wurde am 11.September 1976 durch OSM Harald Zahn die Standanlage der Bestimmung übergeben. Mit 16 Kleinkaliber 50m, 36 LG/LP Standen und mit 10 Präzisions- und 10 Duellständen entstand eine der modernsten Schießanlagen in Deutschland.

Am 4. Februar 1983 wurde Manfred Rott zum OSM gewählt. Seine Zielsetzung war die Errichtung der Bogenanlage. Im August 1984 wurden die ersten Vereinsmeisterschaften auf der neuen Bogenanlage durchgeführt.
Auf der Generalversammlung im Jahre 1985 wurde Heinrich Mesemann zum OSM gewählt. In seiner Amtszeit wurde ein Haus auf der Bogenanlage gebaut, welches 1986 fertig gestellt und seiner Bestimmung übergeben wurde.
1989 wurde die Genehmigung zum Bau einer Schießsporthalle, Tresor- und Auswertungsraum, Clubraum, Geschäftszimmer sowie einer Toilettenanlage vom Bauamt erteilt. Zur Fertigstellung der kompletten Anlage waren 5200 Arbeitsstunden von insgesamt 64 Mitgliedern erforderlich.

In einer Feierstunde am 12.April 1991 war dann die Schlüsselübergabe. 1991 wurde zum ersten Mal der Königsball in der eigenen Halle durchgeführt.

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